Ein weiterer frei zugänglicher Defibrillator hängt seit Mai 2025 in Delecke an der Hubertus-Schützenhalle.
von Brü
Ein „Defi“ für Westrich
Westrich · Bei 85 Prozent aller plötzlichen Herztode liegt nach Angaben von „definetz e.V.“ anfangs ein Kammerflimmern vor. Kein Arzt in der Nähe, kein Rettungswagen? Im Fall der Fälle retten frei zugängliche “Defis” Leben. Auch Ungeübte können die handlichen Schockgeber bedienen, werden durch elektronische Ansagen Handgriff für Handgriff beim „Reset“ angeleitet.
In Westrich hängt jetzt ein solcher Defibrillator auf dem Hof Luig am Kirchweg 8. Alle dürfen ihn jederzeit benutzen. Ortsvorsteher Andreas Wunsch (Delecke/Drüggelte/Westrich) und Möhnesees stellvertretende Bürgermeisterin Marion Lepold gaben das Gerät jetzt offiziell frei: Am Sonntag, 10. Mai trafen sich alle zu einem Bürgergespräch auf dem Hof Luig.
Andreas Wunsch schrieb an MöhneReport: „Das war ein besonderer Tag für die Gemeinschaft der drei Dörfer. Wir haben ein starkes Zeichen gesetzt: des Zusammenhalts, der Hilfsbereitschaft und des Engagements vieler Menschen für das Leben in unseren Dörfern. Der neue Defibrillator steht sinnbildlich für den Wert, den wir als Gemeinschaft auf Gesundheit, Sicherheit und gegenseitige Verantwortung legen. Dieses lebensrettende Gerät kann im Notfall den entscheidenden Unterschied machen – zwischen Leben und Tod. Es gibt keine Garantie im Leben, aber wir können gemeinsam dafür sorgen, dass im Ernstfall alles getan wird, was möglich ist.“
Dass der Defibrillator für alle frei zugänglich aufgehängt werden konnte, das sei nicht selbstverständlich gewesen. Er sei das Ergebnis einer gemeinsamen Anstrengung der Menschen aus Delecke, Drüggelte und Westrich. Viele Menschen – Privatpersonen, Unternehmen, Vereine – hätten gespendet, Zeit investiert, organisiert und unterstützt. Für dieses großartige Engagement sage er im Namen aller von Herzen Danke. Ein besonderer Dank gelte auch jenen, die die Anschaffung und Montage des Gerätes ermöglicht hätten. Insbesondere seien das die Familie Luig für den Standort und für Strom für die Heizung, der Schützenbruderschaft für die Verwaltung der Spendengelder, der Löschgruppe Delecke für die Unterweisung im Umgang mit Defis, der Gemeinde Möhnesee für die Wartung und Versicherung des Gerätes.
Mit Mitteln aus dem Förderprogramm LEADER wurde die Umhausung, der beheizte Schutzkasten für den Defibrillator angeschafft.