von Brü

Niklas Giese aus Wilhelmsruh (Mitte)

Ein Bild für die Chronik: Niklas Giese aus Wilhelmsruh (Mitte) und als Fahnenträger Mitglied im Vorstand ist der dritte Kaiser der Schützenbruderschaft Sankt Jakobus Stockum-Neuhaus. Eingerahmt wird er von Ferdi Eickhoff (links, zweiter Kaiser, 2017) und Diemar Cordes. Der ist — wer weiß es noch? — der erste und einzige „Möhne-Kaiser“ von den Hundertjahrfeiern der Möhnetalsperre 2013.

War es das schon? Aber nein: Die Schützen aus Stockum und Neuhaus feiern vom Freitag 17. bis zum Sonntag 19. Juli 150-jähriges Bestehen. Hauptfesttag wird der Samstag.

Am Samstag, 9. Mai, wurden die Feiern mit dem Kaiserschießen eröffnet: Von 44 noch lebenden Königen schritten ab 16 Uhr 29 unter die Adlerstange an der Jakobus-Schützenhalle. Die Sonne strahlte. Die Laune beim Fest war entsprechend heiter. Das Tambourkorps des Vereins und die Formation „Gefühlsblech“ aus Arnsberg umrahmten den gesellig verlängerten Feier-Nachmittag an der Halle mit Marschmusik und Stimmungshits. Lars Kotewitsch moderierte — er ist Offizier in Stockum-Neuhaus und amtierender König in Wamel.

Sie trafen am besten beim Wettstreit, den von Werner Nübel gebauten Holzadler aus dem Kugelfang zu schießen: Der amtieren König Michael Peck sicherte sich mit Schuss Nummer 58 das Zepter. Josef Schulze, König 1962/63, traf den Apfel (Schuss 59). Alois Mühlenberg ist König von 1979/80. Er schoss die Krone herunter (61. Schuss). Niklas Giese schließlich beendete das knifflige Finale mit dem 114. Schuss. Er traf den letzten Rest, der an der Schraube hing, sich munter drehte  und lange nicht fallen wollte: Viele als versiert bekannte Könige trafen — aber im Ganzen wollte der Rest nicht fallen.

Zum Fest ist bereits eine Festschrift erschienen. Einen Jubiläums-Pin haben die Schützen um ihren Oberst Norbert Knappstein ebenfalls aufgelegt. MöhneReport berichtet weiter.