von Brü
Barriefreier Anbau wächst
Am Landschaftsinformationszentrum Wasser und Wald Möhnesee in Günne entsteht derzeit ein lange ersehnter Anbau. Wenn alles fertig ist, wird dort auch die Geschäftsstelle des Naturparks Arnsberger Wald mit einziehen. Am Mittwoch, 13. Mai, war Richtfest – mit Landrat Heinrich Frieling (CDU), Möhnesees Bürgermeister Wolf Blesken (CDU), dem Liz-Team um Leiterin Kerstin Heim-Zülsdorf, mit geladenen Gästen und Interessierten.
Lob für die Handwerker
Bernhard Schladör ist Vorsitzender des Trägervereins für das Landschafts-Informationszentrum Wasser und Wald Möhnesee, kurz Liz. Er schrieb an MöhneReport: „Wochenlang war trockenes und sonniges Wetter, aber mit dem Tag der Aufstellung der ersten Wände am Liz kam der ergiebige Regen und es hat so richtig in das Bauwerk geregnet. Aber das ist, so sagen mir die Experten, gar nicht so schlimm wie es auf mich gewirkt hat. Jedenfalls freue ich mich mit dem ganzen Liz-Team, dass es jetzt endlich losgeht und das Bauwerk seiner Vollendung und Fertigstellung zugeführt wird. Die Bauhandwerker haben bewiesen, dass sie ihr Handwerk verstehen und sie haben in beeindruckender Weise das Gebäude in seiner ganzen Ausdehnung beim Richtfest präsentiert.“
Naturpark-Geschäftsstelle wertet die Bildungs-Einrichtung auf
Der Moment sei für ihn auch Gelegenheit, allen Beteiligten für die Baumaßnahme insgesamt zu danken, so Schladör weiter. Darin schließe er ausdrücklich auch die Freunde des Liz ein, die schon bei den ersten Entwürfen und in den Förderverfahren unterstützt und zum Gelingen beigetragen hätten. Besonders freue ihn, dass es gelungen sei, den Naturpark Arnsberger Wald mit seiner Geschäftsstelle ins Projekt einzubeziehen. Dadurch werde die Bildungs- und Informationseinrichtung noch einmal aufgewertet und als Tor zum Arnsberger Wald attraktiver. Nun bleibe der Wunsch, „dass es jetzt zügig mit den notwendigen Installationen im Bauwerk weitergeht und das angestrebte Ziel der Fertigstellung sich nicht noch einmal verzögert“.
Seit 15 Jahren auf der Wunschliste
Der Anbau ist schon seit 15 Jahren ganz oben auf der Wunschliste. Die Kosten konnte der Trägerverein nicht schultern, die Gemeinde winkte ebenfalls ab. Förderprogramme brachten schließlich die ersehnte Hilfe: Europäische Union und das Land NRW geben 80 Prozent der Kosten aus passenden Töpfen dazu. Im April 2025 begannen die Arbeiten für den barrierefreien Drei-Millionen-Anbau. Zunächst wurde das Bestandsgebäude gesichert, dann die Baugrube vorbereitet. Das Liz strahlt über Möhnesee hinaus Der Trägerverein des Liz wurde am 11. November 1992 gegründet, um die Einrichtung möglich zu machen und den laufenden Betrieb zu sichern. Vorsitzender ist Bernhard Schladör, sein Stellvertreter ist Franz Kuschel. Im Haus selbst führt Diplom-Biologin Kerstin Heim-Zülsdorf Regie. Stellvertretende Leiterin ist Lydia Aach. Das Liz ist heute Regionalzentrum im Kreis Soest für Bildung und nachhaltige Entwicklung (BNE), Naturpark-Zentrum und eine überregional bedeutende Umweltbildungs- und Naturschutzeinrichtung mit Strahlkraft weit über Möhnesee hinaus. Im historischen Gebäude der ehemaligen Günner Mühle geht es um Wasser, Wald, Landschaft, Klima, Artenvielfalt und nachhaltiges Handeln. Das Liz will Menschen jeden Alters für den Erhalt natürlicher Ressourcen gewinnen und die 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen in seine Bildungsarbeit einbeziehen.
Umweltbildung und nachhaltige Enwicklung als wichtige Themenfelder
Eröffnet wurde das Liz 1994. Seitdem hat es sich als Lernort für Kinder, Jugendliche und Erwachsene etabliert. Der Anbau ist deshalb nicht nur irgendein Bauprojekt. Er ist auch ein Zeichen dafür, dass Umweltbildung, Naturerfahrung und nachhaltiges Denken am Möhnesee dauerhaft einen festen Platz behalten sollen – so sehen es die Verantwortlichen.